Die Chance, die ich WordPress gab, hat WordPress genutzt. Mit dem neuen Release (2.7) und den darin enthaltenen Änderungen konnte WordPress mich von sich überzeugen. Es sieht nicht nur schicker aus, es werkelt sich auch ziemlich angenehm damit.
Sehr angenehm fiel mir direkt die nach links verlagerte Navigationsleiste auf. Gerade der Notebook-Auflösung im Format 16:10 ist das sehr entgegenkommend. Wie bisher auch sind die Farben schön aufeinander abgestimmt und die Icons lassen auch nichts vermissen. Zudem hat Automattic es verstanden die Blogging-Software an den richtigen Stellen mit den richtigen AJAX-Goodies aufzumotzen.
WordPress als CMS? Not really.
Prinzipiell ist WordPress als Blog-Software ausgelegt. Doch durch die Ergänzung um das Feature der Seiten kann WordPress auch als CMS in Erwägung gezogen werden.
Sehr schnell fällt aber auf, dass dieses Feature gegenüber den Konzepten anderer CM-Systeme sehr eingeschränkt ist. Beispielsweise kann einer Seite kein eigenes Template zugewiesen werden. Auch das Konzept der Chunks und Snippets in Verbindung mit den genialen Möglichkeiten der Template-Variablen in MODx gefiel mir richtig gut. Aber WordPress mit MODx oder gar Typo3 zu vergleichen, ist ja eigentlich ein Unding.
WordPress als CMS für meine HP? Klar!
Doch die meisten CM-Systeme haben auch einen Nachteil: Mit keinem dieser Systeme habe ich so schnell eine ansehnliche Seite mit allen Inhalten eingerichtet. Es ist Wahnsinn, wie gut das Arbeiten mit WordPress von der Hand geht. Nicht zuletzt trägt natürlich die riesige Community ihren Teil dazu bei. Eine Google-Suche nach “wordpress templates” liefert gute Ergebnisse und dank einiger Plug-Ins und Widgets (seit 2.7 wurde die Installation derselben integriert … geil) werden so “alltägliche” Dinge wie Galerien zum Kinderspiel.
Erst heute habe ich wieder gesehen, wie Widgetschreiber die Unzulänglichkeiten des Systems ausbessern können. Mein Problem war eigentlich recht einfach: In der Sidebar (das Teil rechts mit dem Suchfeld und den Tags, etc.) sollte auf einer Seite eine Auflistung der Unterseiten erscheinen. Von Haus aus beherrscht WordPress so etwas nicht. Zur Lösung des Problems gibt es mehrere Möglichkeiten:
- Damit leben, dass das mitgelieferte Widget “Seiten” alle Seiten auflistet.
- Das Theme anpassen.
- Ein passendes Widget installieren.
Die erste Möglichkeit hat mir nicht gepasst. Die zweite auch nicht. Es wäre nicht sehr simpel gewesen, da erstens auf die Widget-Funktionalität zu achten ist und zweitens eine Unterseiten-Auflistung eben nur auf Seiten mit Unterseiten gewünscht ist. Also blieb die dritte. Eine Suche im integrierten Plug-In-Manager nach “subpage” lieferte auch etwas Passendes: den GD Pages Navigator.
Fazit
So wie es aussieht, werfe ich die sehr vielgestaltigen Möglichkeiten, die einem MODx bietet, zu Gunsten des intuitiven WordPress über Bord. Mal schauen.
Abschließend sei gesagt, dass ich mich hier im Rahmen privater Websites bewege. Content-Management-Systeme großer kommerzieller Websites haben natürlich mit ganz anderen Anforderungen zu kämpfen, weshalb hier selten OpenSource-Lösungen in Frage kommen.

Netter Artikel (Y) Vielen Dank auch für die Galery! Richtig toll!